20 Mai

Leuchtfeuer40-MOOC – Projektinformation

Seit Jahren bin ich Influencer in der ununitv/FLOWCAMPUS Community. In diesem Rahmen bringe ich meine Visualisierungskenntnisse auf vielfältige Weise ein.

Dort biete ich zum Beispiel den Online-Kurs für Sketchnoting-Basics an und habe im Frühjahr 2016 die Input-Videos aus dem MOOC zur Arbeit 4.0 in Form von Sketchnotes festgehalten.

Für den zweiwöchigen MOOC Leuchtfeuer 4.0 habe ich als offizielle Unterstützerin Icons, Badges, eine Kopfgrafik und Sketchnotes erstellt. In dem MOOC geht es um „Regionale Bildung & Arbeit 4.0“.

Technik: Digitales Sketchnoting mit dem WACOM Cintiq 13 Zoll. Programme: Autodesk Sketchbook Pro und Adobe Photoshop.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

14 Mai

Rezension: Sketchnotes für Alles

Buch Visuelle Notizen Nadine Roßa

Visuelle Notizen für Alles – mit diesem Titel stellt Nadine Roßa ihr Sketchnote-Buch für Einsteiger vor. Es folgt eine Reise durch alle Grundlagen mit vielen anschaulichen Illustrationen.

Das wundert nicht, denn Nadine ist von Haus aus Grafikerin und Illustratorin. Auf Sketchnotes ist sie relativ spät in ihrer beruflichen Laufbahn durch Eva-Lotta Lamm aufmerksam geworden. Die Visual Designerin hat Kommunikationsdesign studiert, lebt in Berlin und schreibt den Blog für Design made in Germany.

Cover Sketchnotes für Alles

Cover: Sketchnotes für alles von Nadine Roßa

Warum Sketchnotes

Das Buch beginnt mit den Fragen, die sich Menschen immer stellen, wenn sie noch nie von visuellen Notizen gehört haben: Was sind Sketchnotes, warum sind sie sinnvoll und wofür kann man sie einsetzen?

Wir „alten Hasen“, die schön länger visuelle Notizen erstellen, wissen es natürlich längst: Zweidrittel aller Informationen nehmen Menschen über die Augen auf. Visuell gestützte Informationen merken wir uns besser, das „Mitzeichnen“ fördert außerdem das Aktive Zuhören. Durch das Beschränken auf Kerninformationen hilft Sketchnoting darüber hinaus, das Wesentliche prägnant darzustellen.

Viele Beispiele

Nadine macht dann auch gleich Vorschläge für die Anwendung: Blogposts, Gebrauchsanleitungen, Präsentationsvorbereitung, Postkarten aus dem Urlaub und Reisetagebuch, Einladungen, Neujahrsvorsätze und noch viel mehr.

Ihre Vorschläge sind gleich mit je einem Beispiel bebildert. Bevor man Seite 30 mitsamt der Materialkunde erreicht, ist bereits genügend Zeit, sich an visuelle Notizen zu gewöhnen. Das erste Kapitel endet mit dem ABC der Stifte, Papier und Apps für digitales Arbeiten und fällt knapp aus – für den Einsteiger reichen die Hinweise aber aus.

Inhaltsverzeichnis Sketchnotes für Alles

Die Basiselemente

Im zweiten Abschnitt geht es zunächst um das visuelle Alphabet. Nadine erwähnt Sunni Brown und Ed Emberly, von denen sie sich die Grundelemente „abgeguckt“ hat: Punkt, Linie, Winkel, Bogen, Kreis, Welle, Spirale. Diese Basiselemente finden auch bei Mike Rohde und anderen visuellen Praktikern Erwähnung.

Eine Symbolbibliothek legt sich jeder zu, der regelmäßig Sketchnotes nutzt. So eine Bibliothek lässt sich übrigens in einem speziellen Buch oder auch digital führen, zum Beispiel in einem Tool wie Evernote oder in einem Cloudspeicher wie Dropbox. Es folgen dann im Buch die obligatorischen Beispiele für die Sketchnote-Elemente Container, Rahmen, Pfeile und Aufzählungszeichen.

Menschen und Figuren

Der nächste Abschnitt beschäftigt sich mit dem Zeichnen von Menschen. Erfahrungsgemäß fällt dies vielen am Anfang schwer. Nadine stellt daher Gesichtsformen, die Position und Form der Augen und Ohren und mögliche Frisuren vor. Für die Darstellung von Emotionen hat sie die einfache Gesichtsmatrix von Austin Kleon, Autor des Buches „Steal like an artist“ mit neun Gesichtsausdrücken eindrucksvoll auf 70 erweitert.

Danach geht sie kurz auf Strichmännchen ein. Besonders gefällt mir, dass Nadine die Gelenke und Körperachsen anspricht. Beachtet man deren natürliche Stellung anstatt Figuren mit geraden Beinen und Armen zu zeichnen, dann lassen sich Bewegung und Körperhaltungen sofort authentisch und ausdrucksstark darstellen.

Beispielseite Sketchnotes für alles

Blick ins Buch (Quelle: Nadine Roßa)

Was man noch wissen muss

Auch die Akzente und Schattierungen finden eine kurze Erwähnung bevor es mit den Grundlagen zu Struktur und Aufbau weitergeht. Und schon befinden wir uns in der visuellen Hierarchie: Durch die Größe von Elementen, die Farbe, gesetzte Kontraste, Platzierung auf dem Blatt und die Typographie legt man die Wichtigkeit der Informationen fest.

Schließlich geht es noch um das Lettering und das Zeichnen von Schrift. Sehr schön: am Ende des Buches befinden sich einige Interviews mit Sketchnotern – in Form von Sketchnotes. So bekommt man abschließend einen Eindruck davon, wie unterschiedlich visuelle Notizen gestaltet werden können.

Fazit

„Visuelle Notizen für Alles“ eignet sich zum einen als Arbeitsbuch für Anfänger: Wer sich bestimmte Themen zum Üben vornimmt, kann diese anhand der Erklärungen und Beispiele in kleinen Schritten durcharbeiten. Zum anderen eignet es sich als „Sicherheitsleine“, wenn man mal keine Idee für ein Element hat, das man zeichnen möchte. Natürlich kann man sich aus dem Buch auch viele Anregungen für die eigene visuelle Bibliothek und die Gestaltung eigener Sketchnotes holen.

Sketchnotes
Visuelle Notizen für Alles
Nadine Roßa, 1. Auflage 2017

144 Seiten, Softcover, zweifarbig

Buch 16,99 €
Kindle 13,99 €

ISBN 978-3772482403

frechverlag GmbH

Amazon: Sketchnotes: Visuelle Notizen für Alles: von Business-Meetings über Partyplanung bis hin zu Rezepten

 

 

 

02 Dez

Flipboard für das Selbstmarketing – mehr als ein Social News Magazin

Ein Blog, eine Facebook-Fanpage und ein Twitter-Account sind gängig, um die eigenen (Design-)Arbeiten zu zeigen und potenzielle Neukunden anzusprechen. Man kann aber auch ein Social News-Magazin wie Flipboard für das Selbstmarketing einsetzen.

Was ist Flipboard?

Der Name enthält den ersten Hinweis: to flip bedeutet Umblättern. Flipboard sammelt Inhalte aus den Sozialen Netzwerken und von Partner-Websites und bietet sie in Magazinform zum Blättern an. Man kann Flipboard im Browser nutzen und es gibt Apps für mobile Devices. Je nach Endgerät ist das Blättern mit verschiedenen Wisch-Bewegungen zu bewerkstelligen – sieh dir dazu diese Sketchnote genauer an.

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Unter den englischsprachigen Partnern finden sich Namen wie The Guardian, Business Insider, Cosmopolitan,  Associated Press, The Telegraph, People Magazin, Washington Post und viele mehr. Aber auch die deutschen Partner sind namhaft: Der Spiegel, Geo, Zeit Online, sueddeutsche.de, Vice, wired.de, krautreporter.de und weitere.

Eigene Netzwerke verbinden

Über den Browser hat man inzwischen nicht mehr die Funktionalität wie früher, aber in den Apps für Android und iOS kann man verschiedene eigene Accounts von Twitter, Google Plus, Facebook, Flickr, Instagram, Tumblr, Youtube und auch den Google Reader verbinden. Letzterer existiert ja nicht mehr, wer ihn aber früher genutzt hat, kann externe Feed-Reader mit den noch vorhandenen Google Reader-Daten verbinden. Ganz bequem, um abonnierte Feeds zu bestimmten Themen in Magazinform zu lesen – zum Beispiel branchenrelevante News zu Sketchnotes, Design und Fotografie.

Über die verbundenen Accounts folgt man quasi den eigenen Streams, zum Beispiel kann man für Google Plus auswählen, ob man News aus allen Kreisen, den eigenen Posts oder einer von Flipboard getroffenen Vorauswahl lesen möchte. Gleiches gilt auch für Twitter, dort wählt man zwischen eigenen Tweets, Favoriten oder News aus der Timeline.

Magazinen folgen und Magazine erstellen

Flipboard macht es einem insofern “leicht”, interessante Themen zu finden, als dass es eine Art Content Guide anbietet. Im Bereich “Mehr entdecken” werden Magazine zu verschiedenen Kategorien empfohlen: von “Neu & Bemerkenswert” über “Von unseren Lesern” bis hin zu Themen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kunst, Sport, Reise, Mode, Lokales und und und.

Die Auswahl

Außerdem kann man Personen folgen beziehungsweise den kuratierten Sammlungen, die diese in Form von Magazinen erstellen. Beispiele sind mein eigenes Doodles & Sketchnnotes Magazin, das Sketchnote Magazin von Mauro Toselli und das Creative Life Magazin von The New Yorker. Ein weiteres schönes Beispiel ist das Magazin Gestalten ist Denken, das immerhin fast 300 Follower und über 1000 Aufrufe hat.

Das Übertragen in eigene Magazine erfolgt übrigens über eine Schaltfläche, die in jeden einzelnen Beitrag integriert ist. Mit dem Plus-Zeichen öffnet sich ein Pop-Up Fenster, über das man einen Artikel in ein eigenes Magazin “flippt”.

Am Anfang braucht man etwas Geduld, um die Inhalte und Personen zu finden, die für einen selbst interessant sind. Das Schöne ist aber: man kann abends auf dem Sofa zehn Minuten über das Smartphone oder Tablet den Content durchgehen und ein paar Artikel oder Bilder in ein eigenes Magazin sortieren. Ein kleiner Task im Rahmen des Selbstmarketings, wie es auch in diesem Artikel auf achtungdesigner.de empfohlen wird.

Selbstmarketing

Warum ist es sinnvoll, Flipboard im Rahmen des Selbstmarketings einzusetzen?

  • Du hast Zugriff auf viele verschiedene Quellen aus deinen eigenen Social Media Streams
  • Du kannst neue themenrelevante Quellen finden
  • Du kannst bequem kuratieren zu deinem Schwerpunktthema
  • Die Darstellung in Magazinform ist optisch gefällig und benutzerfreundlich
  • Du kannst eigene Arbeiten zeigen und deine Blogartikel promoten
  • Du kannst andere einladen, ein Magazin mit zu kuratieren
  • Du kannst andere einladen, deine kuratierten Inhalte zu kommentieren
  • Du kannst mehr Reichweite a) generell oder b) im Rahmen eines bestimmten Projektes erzielen
  • Du kannst aus Flipboard heraus wiederum in die Sozialen Netzwerke teilen
  • Der Zeitaufwand hält sich in Grenzen
  • Die Plattform ist sehr bekannt in Deutschland und anderen Ländern

Fazit

Flipboard ist sicher nicht als Marketing-Tool erdacht worden, kann aber in Verbindung mit anderen Maßnahmen vor allem im Bereich Social Media als ein kleiner Baustein in einem Maßnahmen-Mix eingesetzt werden. Gerade für Branchen, die mit visueller Ästhetik arbeiten, ist das Magazin-Layout sehr vorteilhaft. Außerdem ist der Aufwand relativ gering und die App lässt sich recht intuitiv bedienen.

 

02 Mrz

Todaysdoodle at the #smwhh

In the course of 250 days, I also became a „Doodle Revolutionary“. At this year’s Social Media Week in Hamburg therefore, there was a presentation about Doodling.

Sorry, lightly beat – after three weeks stubborn defense the flu finally caught me – nevertheless I was on the last Friday in front of about 20 people with a lecture on #todaysdoodle as a free drawing school at Twitter.

If you like to have a look at those doodles from time to time, without following the hashtag on Twitter: there is a Flipboard magazine that is updated daily once in the late evening on the current state.

Otherwise, the promised slides here – just click on the related links at the PPT for further reading. For better view maximize the presentation to full size.

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10 Jan

Der Weg einer „detailled“ Sketchnote

Todaysdoodle Nummer 200 ist eine Sketchnote

Todaysdoodle Nummer 200 ist eine Sketchnote

Todaysdoodle Nummer 200 in Folge war in der ersten Januarwoche fällig, natürlich wollte ich hier etwas „Besonderes“ erstellen. Herausgekommen ist eine sehr schöne, detailreiche und sorgfältig erarbeitete Sketchnote.

Gleich vorab: das sind keine persönlichen Neujahrs-Vorsätze. Die haben bei mir noch nie funktioniert, daher habe ich inzwischen eine Strategie der „kleinen Schritte“ entwickelt, mit denen ich gewünschte Veränderungen herbei führe.

Viele Menschen sehen das nicht so und nehmen sich zu Jahresbeginn große Aufgaben vor. Diese schaffen sie zunächst gut, je mehr Zeit jedoch verstreicht, desto schneller fallen sie in alte Verhaltens-Muster zurück. (In der Sketchnote thematisiert)

Zeigen möchte ich aber eigentlich den Entwicklungsprozess der zeichnerischen Arbeit. Denn bei dieser Sketchnote handelt es sich um eine „Slow-Sketchnote„, wie man sie zuhause in Ruhe, mit Vorzeichnungen und Konzeption erstellt.

Das Konzept enthielt die Idee, verschiedene Vintage-Rahmen und Vintage-Schriften mit modernen Elementen zu mischen. Das Thema sollte im Zentrum stehen, das Storytelling sich von links oben in einem rechts herum laufenden Kreis aufbauen. Dazu sollte sich in jeder Ecke der Sketchnote ein zentrales visuelles Element befinden. Als Konnektoren waren von Anfang an Pfeile vorgesehen, als Separatoren nur weiße Zwischenräume.

Der Zeitaufwand für das reine Zeichnen lag bei cirka vier Stunden, vorgegangen bin ich in verschiedenen Schritten.

Schritt 1: Rahmen

Mein Zeichenblock hat ein Letterformat, daher habe ich die Rahmen genutzt, um grob einen DIN A 4-Bereich einzugrenzen. Die Ecken werden später noch verziert. Außerdem hatbe ich auf diese Weise die Anlage für die Platzierung der vier visuellen Kern-Elemente gelegt, von denen man hier die Anfänge der ersten beiden sieht.

Rahmen

Schritt 2: Visuelle Elemente

Hier sieht man die vier visuellen Elemente, die sich an den Ecken ausrichten.

Visuelle Elemente

Schritt 3: Zentraler Bereich

Für das Zentrum war ein kreisförmiges Vintage-Element vorgesehen. Außen herum sollten sich in moderner Schrift passende zentrale Stichworte befinden – jeweils unter den visuellen Elementen liegend. Diese mussten kurz und knackig sein, um die Platzaufteilung und die visuelle Wirkung nicht zu beeinträchtigen.

Zentraler Bereich

Schritt 4: Storytelling & Lettering

Hier ging es an das Erzählen der „Geschichte“. Kurze Zwischentexte sollten erklären, was es mit den vier zentralen Stichworten (und Visualisierungen) auf sich hat. Außerdem habe ich verschiedene Schriften ausprobiert. Bereits angelegt ist der Erzählpfad durch Pfeile, die später dunkel koloriert werden.

Storytelling & Lettering

Schritt 5: Konnektoren & Zentrum

Die Pfeile sind geschwärzt, das zentrale Thema ist in Vintage-Schrift im Zentrum eingezeichnet. Die Ecken haben ein Vintage-Muster erhalten.

Konnektoren & Zentrum

Schritt 6: Koloration, Schattierungen & Feinarbeit

Ein sauberer Scan zeigt zum Schluss die letzten Arbeitsschritte fast so gut, wie es im Original auf Papier aussieht. Farbe wurde hinzugefügt, wobei ich mich auf Blau und Orange als Komplementärfarben festgelegt habe. Alles andere ist in grauen Schattierungen gehalten.

Todaysdoodle Nummer 200 ist eine Sketchnote

Todaysdoodle Nummer 200 ist eine Sketchnote

Verwendetes Material:

  • Sketchbook 21,6 cm x 28 cm
  • Papierdichte 65 lb. / 100 g/m2
  • Staedtler Fineliner-Set 0.05mm – 0,8mm
  • Delta-Marker (die sich leider nicht gut mit der rauhen Papieroberfläche vertrugen)
  • Letraset Promarker-Set „Cool Grey“

 

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